Nimm dein Stressmanagement in die eigenen Hände!
Lernen Sie Ihre Stressoren kennen, mit ihnen umzugehen und sie zu vermeiden. Das führt zu einer Verbesserung der eigenen Arbeitssituation sowie der Kommunikationsebenen in Pflegebetrieben.
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Stress macht krank
Nicht erst seit der Corona-Krise ist der Stress von Pflegepersonen in besonderem Maße gestiegen. Zu den sowieso vorhandenen Belastungen kamen neue Stressfaktoren: Pflegepersonen sind hohen Spannungen durch drohende Krankheitsfälle bei Bewohnerinnen und Bewohnern und deren Bewältigung in den Einrichtungen ausgesetzt. Zudem erhöht sich die Krankheits- und Abwesenheitsquote der Pflegepersonen selbst. Dazu kommt ein grundsätzlicher Personalmangel. Die arbeitsfähigen Teams verkleinern sich dadurch und all dies führt zu einer mangelnden Versorgungsqualität.
Im Online-Kurs Auszeit-ICHZeit für Stressmanagement und Selbstfürsorge erhalten Interessierte wichtige Informationen zu Stress, Stressabbau und dazu Anleitungen und Tipps, wie sich das Wohlbefinden steigern lässt, um gesund und gestärkt den oft stressigen Pflegealltag zu bewältigen.
Der Fokus beruflicher Pflege liegt auf der Fürsorgearbeit für andere Menschen. Dabei kommen die Pflegenden selbst oft zu kurz. Selbstsorge und Achtsamkeit für die eigene Person fällt Pflegenden sehr häufig schwer. Der eigenen Gesundheit wird viel zu wenig Aufmerksamkeit zuteil. Natürlich verfügt jede Pflegeperson über umfassende Kenntnisse zur Gesundheitsförderung. Dennoch finden wir die Sorge um die eigene Person und die eigene Gesundheit der Pflegenden kaum vor. Pflegepersonen haben bei ihrer Arbeit den Körper und das Wohlergehen anderer Menschen im Fokus. Ihren eigenen Körper und dessen Wohlbefinden, innerlich und äußerlich, verlieren viele dabei aus dem Blickfeld. Es ist besonders wichtig, einen Teil der Fürsorge, die Pflegende anderen tagtäglich so selbstverständlich zur Verfügung stellen, sich selbst zu schenken. Es geht hier auch immer wieder um die Balance zwischen der Verantwortung für andere und der Verantwortung für sich selbst, zwischen Durchhalten und „um Hilfe bitten“, zwischen „alles im Griff haben“ und Loslassen. Sich selbst nicht nur in den Fähigkeiten, sondern auch in den Bedürfnissen wertzuschätzen ist ein wichtiger Bestandteil der Selbstfürsorge.
Die schwierigen Rahmenbedingungen im beruflichen Alltag vereiteln die Entwicklung von wirksamen Selbstfürsorgestrategien leider allzu oft. Fehlende Achtsamkeit und Selbstpflegte machen anfällig für Stress und Krankheit – in der Folge gibt es vermehrt Krankschreibungen. Aber auch, wenn keine Krankmeldung abgegeben wird, müssen Arbeitgeber davon ausgehen, dass keine 100%ige Workability vorhanden ist. Das heißt, die Pflegeperson zeigt wohl Präsenz am Arbeitsplatz, ist aber gar nicht in der Lage, eine adäquate Leistung zu erbringen.
Schaut man in den Bereich Gesundheit von Pflegepersonen, fällt immer wieder auf, dass das was sie krank macht, von und durch Stress ausgelöst wird.
Stressoren sind sehr oft Konflikte, innere und äußere. Da ist die Zerrissenheit zwischen dem persönlichen Anspruch an die eigene Arbeit und der Arbeitsrealität. Da sind Konflikte im Team. Da ist die gefühlte und reale Quadratur des Kreises bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, insbesondere im Schichtbetrieb. Es geht auch um den Umgang mit Gewalt, verbal, psychisch aber auch physisch.
Die Frage, wie es Pflegepersonen schaffen, für sich selbst zu sorgen – zusätzlich zu der Sorge um und für ihre BewohnerInnen, bleibt allzu oft unbeantwortet.
Pflegepersonen, die unter Stress stehen, können sehr oft nicht die Leistungen bringen, die sie eigentlich von sich selbst und die auch ihre Arbeitgeber von ihnen erwarten. Unter Druck passieren Fehler, die auch eine qualitativ hochwertige Versorgung oft unmöglich machen. Gefährliche Pflege, zum Beispiel bei einer fehlerhaften Medikamentengabe, können eine Lawine von Anlassprüfungen lostreten, die in den Medien sehr gerne als Katastrophenmeldungen dargestellt werden.
Auswirkungen der mangelnden Selbstsorge und dem täglich erfahrenen und gefühlten Stress sind Krankheit, Burn-Out, innerer Ausstieg aus dem Beruf. Hier beginnt ein Teufelskreis. Jede Pflegeperson, die krankheitsbedingt ausfällt und deren damit nicht erledigte Arbeit, muss vom verbleibenden Team aufgefangen werden. Das führt hier wiederum zu Überlastungssituationen im Team und in der Folge zu weiteren krankheitsbedingten Ausfällen. Die Situation spitzt sich für das Team immer weiter zu. Daraus folgen auch vermehrte Ausgaben für die Einrichtungen, zum Beispiel durch Einsatz von Leiharbeits- oder Leasingkräften. Zudem wird die Verweildauer im Pflegeberuf wird immer kürzer („Pflexit“), ein erhöhter Turnover in den Einrichtungen ist eine extrem starke Belastung für die Pflegeteams, die neue Mitarbeitende immer wiedereinarbeiten und integrieren müssen. Das kostet Zeit und Kraft, die eigentlich in Pflege investiert werden sollte. Schließlich spielt der demografischen Wandel eine Rolle, denn auch die Pflegepersonen altern und es wird zunehmend schwieriger junge Menschen für die Pflege zu gewinnen.
Es gibt bereits viele Programme und Projekte dafür. Dennoch scheint wenig vor Ort anzukommen und umgesetzt zu werden. Das zeigen die hohen Krankheitsquoten gerade in der Pflege.
Ein Online-Kurs speziell für die Pflege bietet sich unter den aktuellen Umständen als niederschwelliger Weg an, Pflegepersonen zu erreichen und ihnen vielfältige Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen ein kollektives und individuelles Stressmanagement umgesetzt werden kann.
Der Online-Kurs ist ein lernender Kurs
Es ist möglich, auf Anregungen und Bedarfe der Pflegepersonen zu reagieren und ein entsprechendes Modul dafür zu entwerfen und zur Verfügung zu stellen. Ein Online-Tool zum Thema Stressmanagement und Selbstfürsorge, das jederzeit und an jedem Ort ohne die physische Anwesenheit eines Coaches für die Mitarbeitenden und die Einrichtungen zur Verfügung steht, bietet denjenigen, die an der eigenen Stress-Situation arbeiten wollen, eine große Chance.
Feedback zum Online-Kurs wird anhand einer Umfrage, laufend und am Ende der Projektlaufzeit eingeholt und damit Aufschluss über die Nutzung geben sowie Anregungen für das Projekt liefern.
Ein kostenloser Online- Kurs
Natürlich kann keiner der Mitarbeitenden dazu gezwungen werden, dieses Online-Programm zu nutzen – das entscheidet am Ende des Tages jede und jeder für sich selbst. Wichtig ist jedoch, dass es die Möglichkeit dazu gibt, es benutzen zu können. Und das kostenfrei.
Pflegekräfte aufgepasst: Wer sich bei der Registrierung beruflich Pflegender GmbH angemeldet hat, um Fortbildungspunkte zu sammeln, kann diese locker und buchstäblich stressfrei mit Auszeit-ICHZeit tun.
Insgesamt 10 von 40 Fortbildungspunkten, die innerhalb von zwei Jahren erreicht werden müssen, werden nach Abschluss des Online-Kurses vergeben. On top erhalten die Pflegekräfte ein Zertifikat, das ihre erfolgreiche Teilnahme an Auszeit-ICHZeit bestätigt.
Das Tolle ist: Das Kursangebot ist kostenlos und ohne Deadline, so dass es jederzeit genutzt und umgesetzt werden kann, sowohl auf Laptops wie auch Smartphones.
„Der Auszeit - ICHZeit Kurs ist super! Habe ihn gestern entdeckt und gleich anfangen. Werde ihn meinem ganzen Team empfehlen.
Die Handouts sind ebenfalls sehr gelungen. Insgesamt bin ich sehr begeistert von dem, was ich bisher vom Kurs gesehen und gehört habe! Sehr hochwertig und informativ und das im völlig zeitunabhängig und kostenfrei!!! Tolles Angebot!!! Vielen herzlichen Dank!!! Wir haben den Flyer tatsächlich spontan noch unserem ganzen Team (ca. 170 MA) mit einem Massageöl zum Weihnachtsgeschenk dazu gepackt Vielen Dank für diese Möglichkeit und Ihr Engagement!!!
Gerne möchte ich künftig über weitere Aktionen informiert werden!"
"Im Dezember 2020 habe ich den Online-Kurs Auszeit-ICHZeit durchgearbeitet. Er war so informativ und gut gestaltet, dass ich fast ein wenig traurig war als ich fertig war.
Vielen Dank erstmal für das was ihr da auf die Beine gestellt habt."
"Ich möchte mich nochmals extra für den informativen und wirklich schön umgesetzten Kurs "Auszeit-ICHZeit" bedanken. Ich hatte mich mitunter auch deshalb angemeldet, weil ich wissen wollte, wie so ein Onlinekurs gestaltet wird und bin wirklich begeistert über die Umsetzung bei Eurem/Ihrem Stressmanagementkurs.
Die 9 Experten sind wirklich gut ausgewählt und sorgen von Modul zu Modul für gute Abwechslung. Mit der Aufbereitung in Videos, als Audiodatei und mit den Texten kann jeder Lerntyp sein Medium wählen und auch mal wechseln. Für mich war es ein guter Weg, Audio und Videodatei laufen zu lassen und mir parallel das zugehörige pdf zu öffnen.
Nochmal ein großes Lob an Eure/Ihre Umsetzung des Themas, das mir persönlich und auch in meiner kürzlich begonnenen Arbeit als Pflegehilfskraft wirklich gute Anregungen gegeben hat."
Diese Expert:innen bereichern mit ihrem Wissen unseren Online-Kurs Auszeit - ICHZeit
Modul: Die Pflege pflegen
Modul: Ernährung
Modul: Kommunikation
Modul: Mentale Gesundheit
Modul: Gaumenpflege
Modul: Eigene Anteile erkennen
Sehr geehrte Damen und Herren,
professionell Pflegende werden – spätestens durch die Erfahrungen der Corona-Zeit – gern als „Helden“ bezeichnet. Und es stimmt: Pflegekräfte üben einen für die gesamte Gesellschaft äußerst wichtigen Beruf aus, der viel Kraft und Einsatzbereitschaft fordert. Aber mit dem Bild des Helden ist oft auch das Bild der Aufopferung verbunden: Jemand hilft selbstlos, ohne Rücksicht auf eigene Belange. Dieses Verständnis und die aktuellen Rahmenbedingungen in der Pflege, insbesondere der Personalmangel, haben vermehrt psychische und physische Erkrankungen beim Pflegepersonal zur Folge. Die Angst, auszufallen und Kolleginnen und Kollegen durch Zusatzschichten zu belasten, ist groß. Und im Arbeitsalltag ist oft zu wenig Zeit für Selbstfürsorge. Beides führt häufig zu einer Spirale aus Überlastung und Überforderung.
Sehr gerne habe ich deshalb die Schirmherrschaft für das Projekt „Auszeit – ICHZeit“ der KORIAN Stiftung für Pflege und würdevolles Altern übernommen. Niedrigschwellig eingesetzte Mittel moderner Kommunikation, die besonders auf die Bedürfnisse im Pflegealltag zugeschnitten sind, sollen Mitarbeitenden orts- und zeitunabhängig Unterstützung im Stressmanagement und in der Selbstfürsorge bieten. Als bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege ist es mir wichtig, dieses Projekt als einen von mehreren Bausteinen zu verstehen und weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege zu arbeiten. Ich finde das Projekt wertvoll, weil es neben der Hilfe für die Betroffenen auch dazu beitragen kann, dass sich unser Blick auf den Pflegeberuf und auf die Bedürfnisse unserer Pflegekräfte verändert.
Deshalb hoffe ich, dass viele Pflegekräfte die Gelegenheit nutzen und an diesem Projekt teilnehmen. Ich wünsche allen Beteiligten viel Freude und Gewinn dabei!
Ihre
Melanie Huml MdL
Bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales
Wir wollen mit diesem Online-Projekt das Erlernen der Selbstfürsorge von Pflegepersonen ermöglichen. Dabei wird ein Online-Tool ganz speziell für den Arbeitsbereich Pflege, mit dessen Besonderheiten, entwickelt. Ein Coach wird zu dem gezielt auf die Problemfelder eingehen und mit den Pflegekräften passgenaue Lösungsmechanismen entwickeln. Gezielte Stressmanagement-Strategien sollen die Pflegepersonen dazu befähigen, mit Stresssituationen entspannter zurecht zu kommen. Der Kurs wird den Pflegepersonen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Er umfasst alle Themen, die sich im Bereich Stressmanagement und Selbstfürsorge befinden.
Für Anregungen zu weiteren Themen stehen wir gerne zur Verfügung! Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht!
Korian Stiftung für Pflege und würdevolles Altern
Neumarkter Straße 59–61
D–81673 München
Telefon:
+49 89 242065280
E-Mail:
info@korian-stiftung.de
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